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| (© Universal) |
Handlung: Larry Talbot kehrt auf das walisische Schloss
seines Vaters zurück. Zurück in der Heimat lernt er in einem
Antiquitätengeschäft die schöne Gwen kennen, mit der er sich zu einem
Abendspaziergang verabredet. Als er sie am Abend abholt, begleitet auch Gwens
Freundin Jenny die beiden. Im Wald begegnen sie einigen Zigeunern, die dort ihr
Lager aufgeschlagen haben. Jenny lässt sich von einer alten Zigeunerfrau aus
der Hand lesen – welche dort ein Pentagram entdeckt, erschrickt und sie
wegschickt. Auf dem Heimweg wird Jenny schließlich von einem Wolf angefallen. Larry
geht dazwischen, kann den Angreifer erschlagen, wird jedoch in die Brust
gebissen. Am folgenden Morgen sind die Bissspuren auf sonderbare Weise
verschwunden und statt eines toten Wolfes wird ein toter Zigeuner gefunden... womit das Unheil seinen Lauf nimmt.
Der Film von Regisseur George Waggner stellt die Geburt des
Wolfsmenschen als kultige Horrorfigur dar, die noch in einer Vielzahl von
Filmen zu sehen sein sollte – zuletzt im Remake Wolfman von 2010 mit Benicio Del Toro
in der Hauptrolle. Neben der Figur des Wolfsmenschen feierte mit diesem Film
auch Hauptdarsteller Lon Chaney Jr. seinen großen Durchbruch und wurde in den
folgenden Jahren, vor allem durch seine Rollen in den Universal-Horrorfilmen,
zum Star. Leider gehört der Film selbst nicht zu den Höhepunkten der frühen
Gruselfilme. Das liegt hauptsächlich an der wenig spannenden und gruseligen
Geschichte, die sich über zwei Drittel der nur 70-minütigen Laufzeit sehr schleppend
entwickelt. Die Figuren des Larry Talbot und seines Schwarmes Gwen bieten nicht
genug Tiefe, nicht genug Schattierungen, um interessant und unterhaltend genug zu
sein und den Film damit zu tragen. Chaney füllt seine tragische Rolle zwar gut
aus, kann ihr jedoch auch nicht mehr Facetten verleihen, als es die Vorlage
hergibt. Einer der Höhepunkte der ersten Hälfte des Films bleibt damit die
Rolle des Zigeuners Bela und seine Geschichte. Von Dracula-Star Bela Lugosi
verkörpert, strahlt diese Figur eine besondere Aura aus. Daneben weiß
hauptsächlich die Ausstattung des Films durchgehend zu überzeugen: Sei es die
Maske des Wolfsmenschen oder die gut gewählten Locations altes Schloss, dunkler
Wald und Friedhof, die zumindest ansatzweise eine düster-morbide Atmosphäre heraufbeschwören
können.
Etwas spannender wird Der Wolfsmensch in seinem letzten
Drittel, nachdem Larry zum Werwolf geworden ist – wobei diese Metamorphose sehr
schlicht, aber für das Jahr 1941 überzeugend dargestellt wird. Die Tragik der
Figur breitet sich ab diesem Punkt besser aus und zieht den Zuschauer ein
Stück weiter in den Film hinein. Auch Lon Chaney Jr. weiß hier schauspielerisch
zu überzeugen. Leider bleibt trotzdem alles recht vorhersehbar (zumindest aus
heutiger Sichtweise) und größtenteils frei von Grusel – wenn man von einigen
kurzen Momenten und dem großen Finale absieht. Selbst unter den Kinobesuchern
im Jahr 1941 dürfte Der Wolfsmensch nur die Schreckhaftesten geängstigt haben. Trotz
allem ist der Film einen Blick wert – ob als Zeitdokument, oder als tragisches,
aber leider nicht allzu spannendes Drama mit guter Ausstattung und einem überzeugenden
Hauptdarsteller. Von mir gibt es durchschnittliche 6 von 10 Punkten.
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Der Wolfsmensch (The Wolf Man, U.S.A. 1941, 70 Minuten, FSK 12)
Regie: George
Waggner
Darsteller: Lon
Chaney Jr. (Larry Talbot/Wolfsmensch), Evelyn Ankers (Gwen Conliffe), Bela
Lugosi (Zigeuner Bela), Claude Rains (Sir John Talbot), Fay Helm (Jenny
Williams), J. M. Kerrigan (Charles Conliffe)
Drehbuch: Curt
Siodmak
Kamera: Joseph
Valentine
Produktion: Universalfilm

Hi!
AntwortenLöschenDas ist der nächste Film, den ich mir im Rahmen meiner Universal Monster Serie vornehmen werde. Spätestens jetzt hab ich richtig Lust drauf ;)
Wenn es dich interessiert:
https://magofilmtipps.wordpress.com/2016/01/30/beitragsreihe-universal-monsters/
Ah, sehr geil! Das Projekt hatte ich auch schon lange vor, aber fehlende Zeit und Motivation haben mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber sehr interessant, ich bin gespannt auf deine Gedanken zu den jeweiligen Filmen – und vielleicht dient mir das ja auch als Anstoß, endlich mal damit zu beginnen.
AntwortenLöschenBesten Gruß!